Darum geht es

Initiative und Unterschriftensammlung der Desiderius-Erasmus-Stiftung:

Wir schlagen

„Hetzjagd“ und „Zusammenrottung“

als Kandidaten für das Unwort des Jahres vor.

Hier unterschreiben
 

Sehr geehrte Frau Professor Janich,

Sehr geehrte Damen und Herren der Jury,

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Ihrer Webseite schreiben Sie, dass die sprachkritische Aktion «Unwort des Jahres» auf öffentliche Formen des Sprachgebrauchs aufmerksam machen und dadurch das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität in der Bevölkerung fördern möchte. Die Aktion lenke daher den sprachkritischen Blick auf Wörter und Formulierungen in allen Feldern der öffentlichen Kommunikation, die gegen sachliche Angemessenheit oder Humanität verstoßen, zum Beispiel:

  • weil sie gegen das Prinzip der Menschenwürde verstoßen (z. B. Geschwätz des Augenblicks für Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche),
  • weil sie gegen Prinzipien der Demokratie verstoßen (z. B. alternativlos als Haltung/Position in der politischen Diskussion, um eine solche zu vermeiden und sich der Argumentationspflicht zu entziehen),
  • weil sie einzelne gesellschaftliche Gruppen diskriminieren (z. B. durch unangemessene Vereinfachung oder Pauschalverurteilung, wie etwa Wohlstandsmüll als Umschreibung für arbeitsunwillige ebenso wie arbeitsunfähige Menschen),
  • weil sie euphemistisch, verschleiernd oder gar irreführend sind (z. B. freiwillige Ausreise als Behördenterminus für die nur bedingt oder gar nicht freiwillige Rückkehr von Asylbewerbern in ihre Heimatländer aus Abschiebehaftanstalten).

Wesentlich ist, dass die betreffenden Wörter und Formulierungen öffentlich geäußert wurden, eine gewisse Aktualität besitzen und der Äußerungskontext bekannt bzw. belegt ist.

Wir schlagen den Begriff

Hetzjagd

vor. Dieser Begriff wurde massiv in den Medien verwendet, um eine ganze Stadt, ein ganzes Bundesland vorverurteilend zu diffamieren, obwohl keine stichhaltigen Beweise vorlagen.

Wir schlagen weiterhin den Begriff

Zusammenrottung

vor. Dieser Begriff wurde von Regierungssprecher Steffen Seibert im Namen von Angela Merkel verwendet, um die Vorfälle in Chemnitz zu bezeichnen. Es handelt sich ebenfalls um ein Erbe eines undemokratischen Systems, der DDR. Dort war Zusammenrottung ein Straftatbestand. Die Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld ist deswegen verurteilt worden. Die Verwendung dieses Wortes untergräbt die Freiheit.

Frankfurt, den 25.10.2018
Für die Desiderius-Erasmus-Stiftung

Erika Steinbach
Vorsitzende

Prof. Dr. Max Otte
Vorsitzender des Kuratoriums

 

Ja, ich unterschreibe

Weitere Erstunterzeichner

Angelika Barbe
Politikerin und ehemalige
DDR-Bürgerrechtlerin
Dr. Roland Hartwig
MdB
Imad Karim
Dokumentarfilmer und
Regisseur
Prof. Dr. Wolfgang Ockenfels
Vorsitzender des Instituts für Gesellschaftswissenschaften
Prof. Dr. Norbert Varnholt
Steuerberater
Prof. Dr. Michael Wüst
Ökonom
Prof. Dr. Alfred de Zayas
Uno Beamter im Ruhestand
Prof. Dr. Henning Zoz
Unternehmer
Dr. David Berger
kath. Theologe und Publizist

Ja, ich will, dass „Hetztjagd“ bzw. „Zusammenrottung“ zum Unwort des Jahres 2019 wird. Der Begriff spaltet die Gesellschaft, trägt nicht zu Lösungen bei, ist Sprache von Diktaturen, insbesondere des Nationalsozialismus und zeigt, wie bedenkenlos und manipulatorisch die gegenwärtig Regierenden und die hörigen Medien vorgehen, um Menschen zu diffamieren und die eigene Macht erhalten.

"Hetze" Unwort des Jahres

Initiative und Unterschriftensammlung der Desiderius-Erasmus-Stiftung:
„Hetze“ (Hetzer/in) soll Unwort des Jahres werden

Das Wort wurde von den Nazis verwendet, um Gegner zu diffamieren. Es spaltet auch heute die Gesellschaft, lädt zur Diffamierung von Andersdenkenden ein und verhindert rationale Lösungen für dringliche Probleme Deutschlands

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357 Unterschriften